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Ort angeben: drei Wege, auch ohne Karte

Eine Meldung ist nur dann bearbeitbar, wenn feststeht, wo das Problem liegt. Die Seite „Problem melden“ bietet dafür drei gleichwertige Wege an, von denen die Karte nur einer ist. Wer sie nicht sehen oder nicht bedienen kann, gelangt über den Standort des Geräts oder über die Adresse zum selben Ergebnis, und die Mitarbeitenden erhalten in allen drei Fällen eine Position auf der Karte.

Die drei Wege​

Auf der Karte​

Ein Tipp oder Klick auf die Stelle setzt die Markierung. Sie lässt sich anschließend beliebig verschieben, bis sie dort sitzt, wo das Problem tatsächlich liegt.

Mit dem Standort des Geräts​

Die Schaltfläche „Meinen Standort verwenden“ übernimmt die aktuelle Position des Geräts, sofern dessen Besitzerin oder Besitzer das erlaubt; die Abfrage erscheint beim ersten Mal. Ist die Ortung zu ungenau, weist die Seite darauf hin und bittet darum, die Markierung nachzubessern.

Über die Adresse​

Dieser Weg steht zur Verfügung, sobald Ihre Gemeinde die Straßen und Hausnummern geladen hat (Verwaltung > Ohne QR-Code > „Straßen und Hausnummern“). Die Daten stammen einmalig aus OpenStreetMap und beschränken sich auf das Gebiet innerhalb der Gemeindegrenze. Unter dem Einleitungstext der Meldeseite erscheint dann der aufklappbare Bereich „Oder: den Ort über die Adresse angeben (ohne Karte)“ mit drei Feldern:

  1. Straße. Nach den ersten eingegebenen Buchstaben schlägt die Seite passende Straßen vor; ein Klick oder die Eingabetaste übernimmt die gewählte.
  2. Hausnummer. Die Auswahlliste enthält die Nummern der gewählten Straße, an erster Stelle den Eintrag „Keine Hausnummer oder weiß ich nicht“. Für Straßen, zu denen keine Nummern vorliegen (überwiegend Feld- und Waldwege), entfällt die Liste, und die Seite erklärt, warum.
  3. Beschreibung des Ortes. Das Feld ist freiwillig und nimmt wenige Worte auf, mit denen sich die genaue Stelle benennen lässt, etwa „hinter dem Spielplatz, an der Bank“. Personenbezogene Angaben sind dort nicht erwünscht, ein Hinweis unter dem Feld weist darauf auch ausdrüclich hin.

Jede Auswahl setzt die Markierung auf der Karte. Mit Hausnummer liegt sie auf dem Gebäude, mit der Straße allein ungefähr auf deren Mitte, was von der tatsächlichen Stelle abweichen kann. Gerade in diesem Fall trägt die Beschreibung des Ortes die entscheidende Information, und deshalb erhalten die Mitarbeitenden sie zusammen mit der Meldung.

Was die Mitarbeitenden sehen​

Wurde der Ort über die Adresse angegeben, enthält die Karte der Meldung unter Meldungen einen eigenen Block mit der Adresse, der Beschreibung des Ortes und einem Hinweis darauf, wie die Position zustande gekommen ist. Ist nur die Straßenmitte bekannt, wird der Block gelb hinterlegt und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Position ungenau sein kann. Dieselben Angaben stehen in den E-Mails über neue und zugewiesene Meldungen.

Hat die meldende Person die Markierung nach der Adressauswahl noch auf der Karte verschoben, gilt die Markierung als Position, und die Adresse bleibt als ergänzende Angabe erhalten.

Mit Tastatur und Bildschirmleser​

Die Seite ist darauf ausgelegt, dass sie sich vollständig ohne Maus und ohne Blick auf den Bildschirm benutzen lässt. Die folgenden Abschnitte beschreiben, was dabei im Einzelnen geschieht.

Reihenfolge der Tabulatortaste​

Auf dem Telefon folgt die Reihenfolge dem Seitenaufbau von oben nach unten: zuerst der Bereich für die Adresse, dann die Karte, „Meinen Standort verwenden“ und „Weiter“. Auf einem breiten Bildschirm steht die Karte links neben den Schritten und wird daher bei der Tabulatortaste auch zuerst erreicht, damit Fokusreihenfolge und Anordnung übereinstimmen. Wer die Karte nicht benötigt, muss sich nicht durch deren Bedienelemente tasten: Der erste Halt ist der Link „Karte überspringen“, der unmittelbar zu den Schritten führt.

Die Karte mit der Tastatur bedienen​

Die Karte ist ein eigener Halt mit dem Namen „Karte“ und einer kurzen Beschreibung der Bedienung, die ein Bildschirmleser mit vorliest.

  • Die Pfeiltasten verschieben den Kartenausschnitt, Plus und Minus ändern den Maßstab.
  • Die Eingabetaste setzt die Markierung in die Mitte des gerade sichtbaren Ausschnitts. Solange die Tastatur verwendet wird, kennzeichnet ein Ring diese Stelle; bei Bedienung mit der Maus erscheint er nicht.
  • Um die Markierung zu versetzen, verschiebt man den Ausschnitt und bestätigt erneut mit der Eingabetaste.

Die Adresse mit der Tastatur und dem Bildschirmleser​

  • Das Feld „Straße“ ist ein Eingabefeld mit Vorschlagsliste. Während der Eingabe nennt der Bildschirmleser die Anzahl der Vorschläge. Mit den Pfeiltasten wählt man einen Eintrag aus, die Eingabetaste übernimmt ihn, Escape schließt die Liste. Der Hinweis zur Bedienung ist als Beschreibung mit dem Feld verbunden und wird deshalb mitgelesen.
  • Hausnummer ist eine gewöhnliche Auswahlliste, Beschreibung des Ortes ein gewöhnliches Textfeld mit zugehörigem Hinweis.
  • Die Reihenfolge lautet Straße, Hausnummer, Beschreibung; danach folgen die Karte und „Weiter“.

Was die Seite selbstständig ansagt (für Bildschirmleser)​

Wer die Markierung nicht sehen kann, erfährt über Ansagen, was geschehen ist:

  • Nach jeder Auswahl nennt die Seite in einem Satz, wo die Stelle nun liegt, zum Beispiel „Die Stelle ist markiert: Hauptstraße 2a.“ Bei einer Straße ohne Nummer lautet der Satz sinngemäß, die Stelle liege ungefähr in der Mitte der Straße und könne ungenau sein, und er empfiehlt, die Hausnummer zu wählen oder den genauen Ort in Worten zu beschreiben.
  • Bei der Ortung durch das Gerät erscheint die Ansage „Ihr Standort ist auf der Karte markiert.“ Schlägt sie fehl, wird die Fehlermeldung sofort vorgelesen.
  • Bei jedem Schrittwechsel (Punkte in der Nähe, bereits gemeldete Probleme, Auswahl des Problems, Einzelheiten, Danksagung) wandert der Fokus auf die Überschrift des neuen Schritts, sodass diese vorgelesen wird und die Orientierung erhalten bleibt.
  • Fehlermeldungen und der Zwischenzustand „Wird gespeichert …“ werden ebenfalls angesagt.

Grenzen der Barrierefreiheit​

Eine Karte kann durch einen Bildschirmleser nicht erfasst werden. Das lässt sich durch Seitengestaltung nicht beheben, sondern lediglich umgehen. Hierzu stehen neben der Auswahl des Ortes auf der Karte Adresseingabe oder bei Mobilgeräten Übernahme des aktuellen Standortes als Alternativen zur Verfügung. Die Karte selbst ist nicht barrierefrei: Sie ist mit der Tastatur bedienbar, und der Ort lässt sich auch ohne sie angeben.

Prüfung der Barrierefreiheit​

  • Durchgeführt: automatische Prüfung mit axe-core (WCAG 2.2, Stufen A und AA) in allen Zuständen der Seite, Tests der Tastaturbedienung und der Tabulatorreihenfolge in einem echten Browser sowie Prüfungen bei 400 % Vergrößerung und bei vergrößerten Textabständen.
  • Ausstehend: Tests mit tatsächlicher Bildschirmleser-Software (NVDA, JAWS, VoiceOver, TalkBack), idealerweise durch Menschen, die diese täglich einsetzen. Die Programme geben ein Eingabefeld mit Vorschlagsliste unterschiedlich wieder; das lässt sich dem Quelltext nicht entnehmen.

Empfehlungen für Ihre Gemeinde​

  • Laden Sie die Straßen und Hausnummern. Der Vorgang ist mit einem Klick erledigt, und die Daten lassen sich jederzeit neu laden oder löschen. Sie sind nicht Bestandteil der Sicherungen, lassen sich aber ebenso schnell wiederherstellen.